| Fr. | 22. Mai. | 18:00 Uhr | OMU (Tickets) |
Wir laden euch herzlich zu einer besonderen Filmveranstaltung ein.
Über den Film:
„Die Stimme von Hind Rajab" ist ein außergewöhnliches Werk der Regisseurin Kaouther Ben
Hania. Der preisgekrönte Docudrama erzählt die wahre Geschichte der sechsjährigen Hind
Rajab, die im Januar 2024 während des Konflikts in Gaza in einem zerschossenen Auto
gefangen war.
Das Besondere an diesem Film: Hind selbst wird nicht gezeigt. Stattdessen hören wir ihre
reale Notrufaufnahme an den Palästinensischen Roten Halbmond. Der Film besteht
größtenteils aus dieser Telefonkonversation, in der das Kind verzweifelt um Hilfe ruft,
während Rettungskräfte versuchen, sie zu erreichen. Diese künstlerische Entscheidung
macht das Werk zu einem eindringlichen, aber respektvollen Akt des Erinnerns.
Die tunesische Regisseurin Kaouther Ben Hania macht durch die Telefonmitschnitte Hinds
Stimme für uns alle hörbar – eines der erschütterndsten Zeugnisse des Krieges in Gaza.
Warum diese Veranstaltung?
In einer Zeit, in der Nachrichten oft abstrakt wirken, ermöglicht dieser Film eine unmittelbare,
menschliche Perspektive. Er fordert uns auf, zuzuhören – und darüber nachzudenken, was
es bedeutet, in einer Welt zu leben, in der solche Notrufe möglich sind.
Ben Hania sagt dazu: „... vielleicht kann er (der Film) einen kleinen Teil dazu beitragen, das
vorherrschende Narrativ rund um Gaza ein wenig zu verändern. Die Menschen, die dort in
den letzten Jahren ihr Leben verloren haben, sind doch kaum mehr als Kollateralschäden.
Sie bleiben bestenfalls gesichts- und namenslos, schlimmstenfalls werden sie alle als
Hamas-Terroristen bezeichnet. Das ist quasi eine Rechtfertigung dafür, dass sie getötet
werden. Beziehungsweise, dass die Welt ihrem Sterben achselzuckend zusieht. Ich würde
mir wünschen, dass wir alle uns öfter vor Augen führen würden, dass es sich bei jedem
einzelnen der Opfer um einen Menschen handelt. Sie haben alle einen Namen und
Angehörige. So wie Hind Rajab." (Frankfurter Rundschau 29.01.2026)
Nach der Vorführung laden wir zu einem offenen Gespräch, um über den Film, die eigenen
Gefühlen und Gedanken dazu zu sprechen.
Hinweise zur Veranstaltung
Dieser Film enthält emotionale und belastende Inhalte. Wir empfehlen, sich auf eine
intensive Erfahrung einzulassen. Das Gespräch danach soll einen geschützten Raum für
Reflexion bieten.
Kooperation mit Bahnhof Langendreer e.V.
| Land: | Tunesien, Frankreich |
| Entstehungsjahr: | 2025 |
| Regie: | Kaouther Ben Hania |
| Darsteller: | Amer Hlehel, Clara Khoury, Motaz Malhees |
| Filmlänge: | 89 |
| FSK: | 12 |
| Weiteres: | Sprache: Arabisch, Hebräisch mit deutschen Untertiteln |
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